Minecraft auf E Ink und der BOOX-Test
Tablets mit E-Ink-Displays wollen mehr als nur Lesen bieten und versprechen Produktivitätssteigerungen sowie Multimedia-Funktionen. Doch bei maximaler Ausnutzung ihrer technischen Grenzen offenbart sich das wahre Potenzial dieser Technologie.
Papierähnliche Displays, auch E-Ink-Displays genannt, werden oft als ideale Alternative zu LCD- oder OLED-Bildschirmen beworben, da sie die Augenbelastung reduzieren. Und was die LektüreIch stimme vollkommen zu. Allerdings bin ich überrascht, wie viele Leute ihre Tablets benutzen oder Monitore E Ink für ungewöhnliche Aktivitäten wie YouTube-Videos schauen oder im Internet surfen. Deshalb beschloss ich, diese Idee auf die Spitze zu treiben und … Minecraft auf meinem BOOX eReader. 🎮📚
Android-E-Reader, verwirrendes Marketing und meine gefährdete psychische Gesundheit

Sehr wenige Leute, die ich kenne, besitzen einen E-Reader. Die meisten bevorzugen es, digitale Bücher auf ihren Smartphones oder iPads zu lesen, aus Bequemlichkeit und Kostengründen. Ein einfacher Kindle kostet etwa 100 €, aber ein zusätzliches Gerät mit sich herumzutragen... Allein Zum Lesen erscheint es unpraktisch, selbst für diejenigen unter uns, die E-Reader benutzen.
Marken wie Amazon Kindle und Rakuten Kobo integrieren tabletähnliche Funktionen in ihre Geräte, um Nutzer anzusprechen, die das Beste aus beiden Welten wollen: den Komfort eines E-Ink-Bildschirms mit den Funktionen eines Tablets. Allerdings sind E-Ink-Bildschirme langsam und haben begrenzte Bildwiederholraten, weshalb diese Funktionen meist auf Notizen oder Kalender beschränkt sind.
Im Gegensatz dazu bieten einige spezialisierte Marken echte Tablets mit E-Ink-Displays an. Ich selbst besitze zwei Onyx BOOX-Tablets mit Android. Das vor einigen Jahren erschienene BOOX Tab Ultra C wurde dank seines E-Ink-Farbdisplays, des leistungsstarken Prozessors und der schnellen Bildwiederholfrequenz als Produktivitätsgerät vermarktet. Die Hersteller wiesen offen auf die Einschränkungen hin und konzentrierten sich auf Lesen und Schreiben. Viele Tester sind jedoch besessen davon, YouTube oder Web-Browsing zu testen und behaupten sogar, es sei für Multimedia geeignet, was ich absurd finde.

Wenn die BOOX Tab Ultra C Ich gelangte durch eine seltsame Verkettung von Ereignissen in meinen Besitz (ein Kollege hatte es 2023 getestet, der Hersteller weigerte sich, es wieder ins Sortiment aufzunehmen, und es blieb im Lager), und ich wusste, es wäre das ideale Gerät, um absurde Ideen auszuprobieren. YouTube auf dem Tab Ultra C zu schauen ist schon unangenehm genug, also dachte ich: Was könnte schlimmer sein? Ich wollte eine extreme visuelle Herausforderung, ein so unangenehmes Erlebnis, dass mir übel werden würde. 🤢
Minecraft auf einem E-Reader ansehen!

Ich habe das BOOX Tab Ultra C mit verschiedenen Spielen getestet, vom täglichen Kreuzworträtsel der New York Times bis hin zu beliebten Spielen. Subway SurfersSie funktionierten zwar, aber die Benutzererfahrung war nicht optimal; manche Modi verursachten sogar Augenschmerzen. Der „ultraschnelle“ Modus erzeugte zu viele Geisterbilder, während andere Modi ein Flimmern verursachten, das visuelle Anfälle auslösen konnte.
Nachdem ich einige einfache Spiele ausprobiert hatte, dachte ich, Minecraft würde das gewünschte Spielerlebnis mit der extremen Augenbelastung verbinden. Ich war überrascht, wie unangenehm es tatsächlich war. In Minecraft kann man nur tagsüber erkennen, was passiert, und auch nur dann, wenn man den permanenten Ghosting-Effekt erträgt, der den Bildschirm nach wenigen Sekunden verschwimmen lässt. Der Himmel ist voller grauer Schatten, und die Blöcke verschwimmen so sehr miteinander, dass man glatt an einem Schwein vorbeilaufen kann, ohne es zu sehen. Eine Erhöhung der Sichtweite fügt nur Details hinzu, die das visuelle Chaos noch verschlimmern.
Ich habe versucht, richtig zu spielen. Ich habe ein Haus aus Erde gebaut, Bäume gefällt und dabei völlig die Orientierung verloren. Der Sonnenuntergang war so grell, dass mir die Augen furchtbar weh taten, und als es dunkel wurde, konnte ich gar nichts mehr sehen, was schließlich zu meinem Tod im Spiel führte. Es war ein total anstrengendes Erlebnis, von dem mir ganz schwindelig wurde. 🤯
Mein Versuch, auf einem E-Reader ein wirklich unangenehmes Leseerlebnis zu haben, dauerte etwa 30 Minuten. Ich wollte eigentlich noch online mit Freunden weiterspielen, aber länger hielt ich es einfach nicht aus. Andererseits war ich überrascht, wie gut Minecraft auf dem BOOX Tab Ultra C lief. Ich denke, mit höherem Kontrast oder besserer Farbwiedergabe ließe sich das Erlebnis noch verbessern.
Um es klarzustellen: Das BOOX Tab Ultra C ist ein leistungsfähiges Gerät, aber ich bin kein Fan des E-Ink-Farbdisplays, da es den Kontrast drastisch reduziert. Man muss fast die Hintergrundbeleuchtung einschalten oder sich in direktem Sonnenlicht befinden, um es richtig erkennen zu können, was den Vorteil eines papierähnlichen Bildschirms zunichtemacht. Sollte ich in Zukunft einen leistungsstarken Schwarzweiß-Android-E-Reader testen, werde ich den Minecraft-Test wiederholen, um das Gameplay zu vergleichen. 🎮✨

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